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FlussPferde // 5+

Nicht nur für Kinder ist das Thema brisant: sich akzeptieren, die eigenen Neigungen und Fähig­keiten kennen, aber auch Grenzen wahrnehmen bzw. Abgrenzungen von anderen treffen. Für junge Zuschauer allerdings ist es besonders aktuell, da sie auf dem Weg sind, über das Ausprobieren heraus­zufinden, wer sie sind, was ihnen entspricht.

Sie verfügen noch nicht über ein reflektiertes Beob­achten, Erfahrungen werden erst im Laufe der Zeit angeeignet.

Dem entspricht die Art und Weise, wie diese Geschichte von den zwei so unterschiedlichen Pferden erzählt wird. Mit Neid und Eifersucht schauen beide auf die besonderen Ausprägunge des anderen: Das Flusspferd will schlank sein und tanzen können, das Pferd will dick sein, um im Wasser treiben zu können. In dieser Anstrengung, den anderen nachzuahmen, weil er etwas aus­strahlt, was man selbst nicht hat, verlieren sie ihr ureigenes Wesen. Sie verleugnen sich. Erst das Durchexerzieren des Prozesses, jeweils der andere werden zu wollen, bringt sie wieder zu sich selbst. Nach diesen gemachten Erfahrungen können sie endlich mit sich im Einklang sein.

Die Art der Darstellung dieser skuril-schmerzhaf­ten Identitatsfindung (durch einen (!) Schauspieler) macht sie für aile erlebbar.