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Credits
Von und mit Phil Hayes / Matthias Horn, Chris Kondek, Christiane Kühl; Programmierung und Performance delete.us.com, Nathan Andrew Fain; Bühne & Kostüm Sonja Füsti, Mitarbeit Petra Kenneth, Katharina Meier; Musik Hannes Strobl; Licht Ursula Degen / Marc Zeuske; Video Matthias Gubler [bildstörung] / Phillip Hohenwarter; Dramaturgische Mitarbeit & Regieassistenz Julia Znoj; Produktion Zürich Hannah Pfurtscheller.
Eine Produktion von Chris Kondek & Christiane Kühl in Koproduktion mit Festspiele Zürich, Gessnerallee Zürich, Staatstheater Darmstadt, Ringlokschuppen Mühlheim, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt Unterstützt durch Stadt Zürich Kultur.


http://chriskondek.wordpress.com/

 

Anonymous-p

Anonymus P.

Chris Kondek & Christiane Kühl /CH

Prometheus stahl den Göttern das Feuer, Anonymous P. stahl den Mächtigen Daten. Zornig verbannten sie ihn an einen Felsen bei Moskau, in eine Botschaft in London, in ein Militärgefängnis in Fort Meade. Und die Adler fressen weiter ohne Gnade: Dein Smartphone weiß, wo du dich befindest, Google was du denkst, Facebook werdu bist, PRISM weiß alles. „Anonymous P.“ – teils Performance, teils Installation – macht das Theater im Marienbad zur Hackerzentrale: Chris Kondek, Christiane Kühl und ihr Team spielen mit unserer Bereitschaft zur Preisgabe intimster Daten und praktizieren dabei eine hoch unterhaltsame Form von Aufklärung. Angesichts intelligenter Straßenlaternen, 3D Gesichtserkennung, schwunghaftem Datenhandel und den Verbindungen zwischen Geheimdiensten und kommerziellen Unternehmen brauchen wir die Skills von morgen und die Frisuren von gestern. Wenn sich mit Hilfe digitaler Technologien die totale Transparenz realisieren lässt, kann P.’s Gabe an die Menschen nurmehr die Anonymität sein:
'Dunkelheit ist das neue Licht.

Der Videokünstler und Regisseur Chris Kondek arbeitete u.a. mit Laurie Anderson, Michael Nyman, René Pollesch und Robert Wilson zusammen. Christiane Kühl war Redakteurin bei der taz, beim kulturSPIEGEL und beiradio- eins. Seit 2004 entwickeln sie gemeinsame Produktionen. Die Börsenperformance „Dead Cat Bounce“ wurde beim 6. Festival „Politik im Freien Theater“ 2005 vom Goethe Institut und dem ZDF-theaterkanal ausgezeichnet. Die Lecture-Performance „Money – It Came From Outer Space“ wurde beim 8. Festival 2011 in Dresden vom Goethe Institut prämiert. Kondek & Kühl versuchen in ihren Arbeiten mit allen zur Verfügung stehenden Medien die Welt zu erklären und unsere dilettantische Verstrickung darin spürbar zu machen.

In deutscher und englischer Sprache.
Diese Produktion wird unterstützt von PRO HELVETIA