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Regie: Antonia Brix
Ausstattung: Margrit Schneider
Musik: Simon Ho
Licht: Bernhard Ott/ Felix Kremser
Dramaturgie: Sonja Karadza
Regieassistenz: Helena Köster
es spielen:
Dominik Knapp,
Dietmar Kohn,
Daniela Mohr,
Christoph Müller,
Renate Obermaier,
Heinzl Spagl

Technische Leitung: Bernhard Ott
Technik, Ton, Licht: Felix Kremser, Hanna Rebstock
Bühnenbau: Tom Toussaint,Felix Kremser, Hanna Rebstock, Christian Weber, Bernhard Ott

Verlag: Antje Kunstmann, München

Rechte: schaefersphilippen, Theater und Medien GbR, Köln
Bidl: Wolf Erlbruch © 2008-2016, schaefersphilippen

 

Für Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene

Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden- Württemberg

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Der Bär der nicht da war oder Bist du ich?

 Nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Oren Lavie
Aus dem Englischen übersetzt von Harry Rowohlt

»Ich hoffe, ich bin ich«
Es war einmal ein Juckreiz. Und der Juckreiz wollte gekratzt werden. Und je mehr der Juckreiz sich kratzte, desto mehr wurde er zu einem Bären. Und der Bär, der gerade noch nicht da war, zieht aus seiner Tasche eine Notiz, auf der steht: "Bist du ich?" Gute Frage, denkt er sich, finden wir es heraus! Um die Suche nach einer Antwort zu erleichtern stehen auf dem Zettel „hilfreiche Winke“ nach denen er suchen soll:
1. ICH BIN EIN SEHR NETTER BÄR
2. ICH BIN EIN GLÜCKLICHER BÄR
3. AUSSERDEM SEHR HÜBSCH“.

Sofort macht er sich auf und wandert in den wundersamen Wald. Dort trifft er das Bequeme Bergrind und den Saumseligen Salamander, die ihm versichern, er sei ein sehr netter Bär!
Zufrieden wandert er weiter. Er begegnet dem vorletzten Vorzeigepinguin, der einfach nicht verstehen will, warum „schön“ eine Zahl ist, die glücklicher macht als „38“ und landet schließlich beim Kompass-Baum. Von da aus geht es in acht Richtungen: Norden, Süden, Osten, Westen, Falsch, Richtig, Mittagessen und Frühstück. Welche sollte er einschlagen? Und wäre nicht das träge Schildkrötentaxi gekommen würde der Bär immer noch überlegen. Die beiden machen sich auf den Weg nach „Geradeaus“. Der Bär findet wie zufällig das Haus, in dem er wohnt, und als er sich selbst im Spiegel betrachtet, stellt er nicht nur glücklich fest, dass er wirklich er selbst ist – sondern dazu auch noch sehr hübsch.
»Der Bär, der nicht da war« ist eine einfache Geschichte über die Suche nach Identität, erzählt mit viel absurdem Witz. Sie behandelt Fragen, die einen ab Kindesalter immer wieder beschäftigen: Warum zählt man überhaupt mit Zahlen? Wachsen Dinge auch, wenn man nicht hinschaut, und woher weiß ich, dass ich wirklich ich bin? Oren Lavie wirft mit ausgesprochener Gelassenheit große philosophische Denk – Aufgaben auf: »Wie viele Sorten von Stille gibt es? « und »Kann man schneller pfeifen als man gehen kann? «
Sein skurriler Text ist eine Einladung das Leben heiter und gelassen zu bejahen und durch eine neugierige und alles hinterfragende Art die Welt und sich selbst in ihr zu entdecken.