«

Inszenierung:
Matthias Kaschig
Bühne:
Stefanie Liniger
Kostüm:
Romy Springsguth
Dramaturgie:
Patric Bachmann
Mit: Andri Schenardi
Henriette Cejpek
Milva Stark
Stefano Wenk
Diego Valsecchi

für Jugendliche und Erwachsene

Dauer: 1:30 h keine Pause

Drache_5873

Der goldene Drache

Gastspiel Konzert Theater Bern

Schauspiel von Roland Schimmelpfennig

Ein Mietshaus in einer grossen Stadt: Unten, in der Küche des China-Vietnam-Thai-Schnellrestaurants «Der goldene Drache» arbeiten in der engen und dampfenden Küche fünf emsige Asiaten. Der jüngste von ihnen hat keine Papiere, wahnsinnige Zahnschmerzen und ist auf der Suche nach seiner verschollenen Schwester. Zwischen zischenden Gaskochern wird ihm mit der Rohrzange der schmerzende Zahn gezogen.

Im Haus über dem goldenen Drachen leben die Anderen. Sie treffen sich im Restaurant oder kommen in ihren Wohnungen zusammen. Fünf Schauspielerinnen und Schauspieler verkörpern brillant insgesamt siebzehn Figuren. Der Wunsch, einmal aus der eigenen Haut zu fahren, und ein neues, anderes Leben zu leben, eint sie alle.

Als Fantasie auf die Fabel von der fleissigen Ameise und der lustigen, aber faulen Grille hat Roland Schimmelpfennig ein poetisches, humorvolles und berührendes Stück geschrieben. Mit minimalen theatralen Mitteln erzählt es von der Absurdität unserer globalisierten Zeit, in der die Grillen von den Ameisen auf ganz neue Art kolonialisiert werden. Roland Schimmelpfennig gilt als einer der führenden deutschen Dramatiker. «Der goldene Drache» ist sein neuestes Stück.

Pressestimmen
"In Roland Schimmelpfennigs neuem Stück «Der goldene Drache» setzen sich scheinbar zusammenhangslose Geschichten zu einem gesellschaftlichen Mikrokosmos zusammen, in dem globale Probleme mit viel Witz und wenig politischer Korrektheit verhandelt werden."
Simone von Büren , Der Bund, 06.11.2009

"Schimmelpfennigs bisweilen schrilles, dann wieder poetisches Stück eines Überlebenskampfes, lässt alle Emotionen hochfahren. Dennoch wahrt die überzeugende Berner Umsetzung bis zuletzt komödiantische Leichtigkeit."
Beatrice Eichmann-Leutenegger , Neue Zürcher Zeitung, 10.11.2009