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Idee und Spiel: Michael Miensopust

für kinder ab 6 Jahren und erwachsene

Dauer: ca 40 Minuten

Schuessel1

Die Geschichte von der Schüssel und dem Löffel

Erzähltheater von Michael Miensopust nach Michel Ende

Ein Gastspiel unseres ehemaligen Schauspielkollegen und jetzigen Intendanten des  Kinder- und Jugendtheaters des LTT Tübingen Michael Miensopust

Eine Fee hat einer Königsfamilie eine verzauberte Suppenschüssel und einer anderen einen verzauberten Schöpflöffel geschenkt. Der Zauber funktioniert aber nur, wenn beide sich zusammen tun.Jeder will aber sein eigenes Süppchen kochen und so kommt es zum großen Streit, der durch Diplomatie nicht mehr aufzuhalten ist... aber vielleicht durch die Liebe??

Mit den Mitteln des Erzähltheaters schlüpft Michael Miensopust in die verschiedenen Rollen, macht Figuren und Situationen lebendig, klagt weder an noch nimmt er Partei, sondern wechselt die Perspektiven und damit Argumente wie andere die Unterwäsche und zeigt: Die Welt ist ein Dorf, und die Probleme sind überall dieselben. Dass dies nicht zur bloßen Binsenweisheit gerinnt, liegt an der komödiantischen Kraft und der Bühnenpräsenz des Schauspielers Miensopust - sowie an der dramaturgisch leichten Hand des Regisseurs Miensopust.

Die Inszenierung entstand am "Jungen Theater" des Theaters Heilbronn.

Ob Kinder von sechs Jahren an oder Erwachsene, er zieht sie alle in seinen Bann, der Meister des Erzähltheaters, Michael Miensopust. [...]
Michael Miensopust nimmt die Zuschauer mit ins Reich seiner und Endes Fantasie. Er braucht dafür kein Bühnenbild und nur wenige Requisiten, Töpfe, Schüsseln und ein blaues Küchenhandtuch. Als Koch poltert, schimpft, und flippt er aus, empört sich, ist Militär und Demonstrant. Säuselnd spielt er die hinterhältige Fee. Es macht ihm keine Schwierigkeiten zwei Könige, die dazu gehörenden Königinnen, Prinzessinnen und Prinzen zu mimen. Köstlich, wie Miensopust beispielsweise eine der Hoheiten unsanft aus dem Schlaf weckt.
Miensopusts Stärke liegt in seiner die Fantasie beflügelnden Stimme, einer unnachahmlichen Gestik und einem schauspielerischen Gefühl für Gesten, die verständlich und eindeutig sind. Er hat einmal gesagt: „Es ist viel schwerer, vor Kindern zu spielen, als vor Erwachsenen“. Er kann es meisterhaft.
                                                                           Rhein-Neckar-Zeitung, 11. November 2003