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CHOREOGRAPHIE: Hillel Kogan

TANZ: Adi Boutrous, Hillel Kogan

MUSIK: Kazem Alsaher, Wolfgang Amadeus Mozart

LICHT: Amir Castro

KOSTÜME: Evelyn Terdiman

KÜNSTLERISCHE BERATUNG: Inbal Yaacobi, Rotem Tashach

UA:2013,Intimadance festival, Tmuna Theater, Tel-Aviv

DAUER: ca. 45 Minuten, keine Pause

In englischer Sprache

http://www.choreographers.org.il/41

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Hilell Kogan (ISR) "We Love Arabs"

Gastspiel im Rahmen des
TANZ UND THEATER. INTERNATIONALES FESTIVAL FREIBURG 2016

Der israelische Tänzer-Performer Hillel Kogan führt mit seinem arabischen Kollegen Adi Boutrous den Nahost-Konflikt ad absurdum. Provokant, selbstironisch und pointiert. Kogan stellt sich als Choreograph vor, der ein Stück über Koexistenz plant. Wichtiges Thema! Klar, dass er dafür der politischen Korrektheit wegen einen arabischen Partner braucht. Und erst mal das Tanzgebiet besetzen muss. Allein diese gewundene Erklärung ist schon eine geniale Standup-Nummer. Noch urkomischer wird’s, wenn der Künstler sich und den Kollegen symbolisch kenntlich machen will. Und dabei Davidstern und Halbmond nicht ganz den Punkt treffen. Kogan und Boutros spielen brillant mit vernagelten Vorurteilen und politischer Naivität.
Provokativ fragen sie danach, was Araber und Israelis verbindet. So selbstironisch, respektlos und direkt, dass auf einmal einfach ist, was das Schwerste zu sein scheint: miteinander leben. Sie bescheren dem israelischen Tanz der Gegenwart ein weiteres Highlight. Dass so ein Stück möglich ist, lässt hoffen.
Hillel Kogan, geboren 1974, ausgebildet in den Bat-Dor Dance Studios und im Merce Cunningham Studio, tanzte bei Batsheva, der Schweizer Gruppe Nomades und beim Gulbenkian Ballet in Portugal. Seinen Partner, den Tänzer und Choreografen Adi Boutros, fand er schnell: »He was my dance student few years ago, and he is the only Arab dancer I know in Israel.« Hillel Kogan arbeitet als Assistent von Ohad Naharin und Probenleiter bei Batsheva.
Kein Tanzstück der letzten Jahre hat meines Erachtens die Szene mit beißendem Humor und gesellschaftspolitischem Scharfsinn ähnlich pointiert aufs Korn genommen. [...] Achtung: Kogans verrückter Trip geht unter die Haut – und in die Hirnwindungen.
Ora Brafman, tanz Jahrbuch 2014