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Regie: Sascha Flocken

Es lesen: Schauspieler*innen des Theater im Marienbad

Soundcollage/Archivmix: Carlo Philipp Thomsen in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Freiburg

Dauer: ca. 60 Minuten

Lesung

„Ich glaube an unsere Kinder“ - Briefe von Vätern aus dem Gulag

Dieses Buch versammelt die Briefe und Lebensgeschichten von Vätern, die in der Stalinzeit inhaftiert wurden und aus den Lagern des Gulag an ihre Kinder schrieben. Diese Briefe erzählen von erschütternden Einzelschicksalen, es sind Kassiber, geschmuggelt aus Gefängniszellen, kleine Zettel, von Gefangenen auf dem Transport in die Lager aus dem Zug geworfen, Antwortbriefe von Angehörigen an ihre Liebsten, von denen sie für lange Zeit getrennt waren, oftmals sogar für immer. Ein Großteil der Väter, die ihren Kindern Briefe geschrieben haben, ist nie zurückgekehrt, sie wurden erschossen, starben an Hunger oder an den Folgen der Schwerstarbeit. Die Briefe und Dokumente wurden jahrzehntelang unter größten Gefahren für die Familie im Geheimen gehütet, und für das vorliegende Buch zum ersten Mal veröffentlicht. Sie sind erschütternde historische Zeugnisse und eine leidenschaftliche Verteidigung der Familie

Im Anschluss an die szenische Lesung findet ein moderiertes Gespräch statt.

Irina Scherbakova (Hg.)
Reihe: Zeugnisse & Dokumente Bd. 021

200 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Übersetzung: Christina Links