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Es spielen Renate Obermaier
  Daniela Mohr
  Dominik Knapp
  Christoph Müller
  Hubertus Fehrenbacher
  Heinzl Spagl
  Burkhard Finckh
  Onno Baumann
  Friederike Seiffert

 
Regie Sascha Flocken
Regieassistenz Mareika Mohr
Dramaturgie Sonja Karadza
Ausstattung Nina Hoffmann
Musik & Komposition Burkhard Finckh
Techn. Leitung Bernhard Ott

Licht- & Tontechnik

Bernhard Ott
Felix Kremser
Hanna Rebstock
Bühnenbau Bernhard Ott
Felix Kremser
Roland Meister
Wolfgang Schäfer
Jörg Schroth
Bühnenmalerei Julia Reygers
Kostümassistenz Gisi Kinsky

 
Rechte Verlag der Autoren, Frankfrurt am Main

 

Moby

Ich, Moby Dick // 14+

Dauer: ca. 120 Minuten (keine Pause)
Maximale Plätze in einer Vorstellung: 99

 

Blast, Winde! Wütet, Stürme! Himmel, öffne alle Schleusen und schleudre Wassermassen auf Blitz umtobtes Haupt! Ist das alles, was ihr könnt? Wenn eure Blitze meinen Schädel spalten, wird meine Zunge noch sprechen: Tod dem Moby Dick! Blitze, lodert empor, reißt das gesamte Firmament des Himmels auf. Ich brenne wie ihr!

Wer kennt ihn nicht, den berühmtesten aller Wale, den großen weißen Moby Dick? Gejagt von Ahab, Kapitän eines Walfangschiffes, der Pequod. Er hat vor Jahren im Kampf mit diesem weißen Wal ein Bein verloren. Seither verfolgt er das Tier in einem persönlichen Rachefeldzug mit wahnhaftem Hass.

Ulrich Hub hat Hermann Melvilles weltbekannten Stoff MOBY DICK auf ungewöhnliche Weise dramatisiert. Er lässt die Geschichte aus der Sicht des Wals und des Meeres erzählen. ICH, MOBY DICK schildert den Alltag auf See und ist eine Reise in die Blütezeit des Walfangs, als man diese Säugetiere der Meere unter Lebensgefahr noch mit eigener Hand tötete und sich während einer Flaute der unendlichen Weite des Meeres hingab oder große Gelage veranstaltete, fiel die Beute reich aus. Vor allem aber widmet sich Hubs Stück den philosophischen und mythischen Inhalten und zeigt auf wohin Besessenheit und Absolutheitsanspruch führen können.

In Sascha Flockens Inszenierung erzählen sechs Schauspieler*innen und ein Live-Musiker gemeinsam diese Geschichte. Mal schauen sie verwundert, fragend oder abfällig auf den Menschen und seine Taten, mal verwandeln sie sich blitzschnell in Figuren aus Melvilles Welt und geben so auch den Männern auf der Pequod, ihrem Kampf aber auch ihren Sehnsüchten, eine Stimme. Hin- und her gerissen zwischen dem Individuum und der Kollektivgewalt des Meeres, zwischen Diesseits und Jenseits, fragen die Spieler*innen und der Bühnenraum von Nina Hoffmann nach dem Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt. Was bedeutet menschliches Handeln für eine Welt, die seit Äonen besteht? Und was sind die Konsequenzen menschlichen Tuns – damals und heute?