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Jenny Erpenbeck: „Gehen, ging, gegangen"

Lesung und Gespräch
Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.
Mit „Gehen, ging, gegangen“ (Knaus Verlag) ist Jenny Erpenbeck ein kluger und sorgfältig recherchierter Roman über das Fremdsein gelungen, ein Buch „von bezwingender Aktualität – und zugleich eines, das diese Brisanz literarisch weder gesucht noch einkalkuliert hat, weil ihm jeglicher Zynismus fremd ist“ (FAZ).
Über das „Buch zur Stunde“ kommt die Autorin ins Gespräch mit dem Journalist Thomas Steiner.

Jenny Erpenbeck, geboren 1967 in Berlin, debütierte 1999 mit der Novelle „Geschichte vom alten Kind“, der Romane, Erzählungen und Theaterstücke folgten. Ihr Roman „Aller Tage Abend“ wurde vielfach ausgezeichnet; „Gehen, ging, gegangen“ war nominiert für den Deutschen Buchpreis.

Eine Veranstaltung in Kooperation von Literaturbüro Freiburg, der Buchhandlung Schwarz und dem Theater im Marienbad