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Leonce und Lena // 14+

von Georg Büchner

Leonce ist ein melancholischer Müßiggänger. Er wünscht sich nichts lieber, als auf der faulen Haut zu liegen und sich spielerisch mit seinem besten Freund Valerio den Gedanken über die großen und kleinen Menschheitsfragen hinzugeben. Sein Hang zum Nichtstun wird jäh unterbrochen, als sein Vater ihn wissen lässt, dass er heiraten soll, Lena eine Unbekannte, die er noch nie gesehen hat. Leonce will weder heiraten noch des Vaters Amt übernehmen, er flieht stattdessen mit Valerio gen Süden, sich sehnend nach dem süßen echten Leben. Zeitgleich leidet auch Lena unter der Aussicht, mit einem Unbekannten vermählt zu werden. Auch sie flieht in Begleitung einer Vertrauten. Auf der Flucht begegnen sich beide, ohne voneinander zu wissen. Und es kommt wie es kommen muss: Sie verlieben sich.

Georg Büchners erste und einzige Komödie, geschrieben 1836, bezeugt seinen kritischen Blick auf die Gesellschaft, seinen Spott über die Aristokratie. Zugleich ist sie Spiegelbild auch unserer Zeit. In der Regie von Sascha Flocken, der Bühnen- und Videoinstallation Jens Dreskes und mit der Musik von Marie-Christin Sommer untersucht das Ensemble des Theater im Marienbad diesen klassischen Stoff nach Selbstbildern, Sehnsuchtsorten und neuen Gesellschaftsutopien heute.