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Aufführungstermine:

  • Montag, 27. Februar, 19:00 Uhr
  • Dienstag, 27. März, 19:00 Uhr
  • Mittwoch, 28. März, 19:00 Uhr
  • Donnerstag, 29. März, 10:00 Uhr
  • Freitag, 30. März, 10:00 Uhr
  • Sonntag, 1. April, 19:00 Uhr

Premiere 4. Februar 2012, 20h

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Regie: Nadine Werner
Dramaturgie: Sonja Karadza
Bühne und Ausstattung:  Nadine Werner und Dominik Knapp
Kostüme: Gisi Kinsky
Regieassistenz:Manuela Sternkopf/ Lou Schwender
Es spielen:  
Sophie Eckerle,
Dominik Knapp,
Sebastian Menges,
Alexandra Mitdank,
Ives Pancera, Carmen Sobotta,
Stimme Pierre Anthon : Dominik Scherer,
Schüler im Film:  Rotteckgymnasium Klasse 8c, Klassenlehrerin: Sarja Ott
Technische Leitung: Bernhard Ott
Kamera: Stefan Reisinger
Ton: Ingo Burghardt
Licht: Bernhard Ott, Hanna Rebstock
Bühnenbau: Tom Toussaint, Bernhard Ott, Hanna Rebstock, Manfred Loritz
Fotografie: Andreas Metzner
Rechte: Rowohlt Verlag Hamburg

Für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene

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NICHTS- was im Leben wichtig ist

von Janne Teller
Aus dem Dänischen von Sigrid C. Engeler / Für die Bühne bearbeitet von Andreas Erdmann

Nichts wurde zu meiner eigenen Sinnsuche. Pierre Anthon hat mir die Augen dafür geöffnet, wie faszinierend und fantastisch das Leben ist.“  
                                                                                         Janne Teller

In Janne Tellers  Roman „Nichts“ verlässt ein 13jähriger wohlbehüteter Junge in einem unbedeutenden Dorf in Dänemark die Schule, setzt sich auf einen Pflaumenbaum und beschließt nichts mehr zu tun, mit der Begründung: „Nichts bedeutet irgendetwas, das weiß ich schon lange.  Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden.“ Irritiert und verunsichert durch diese Reaktion, und im unbeirrbaren Glauben daran, dass man etwas tun muss, um jemand zu werden, brechen seine Mitschüler auf, ihm das Gegenteil zu beweisen.  Aber wie stellt man es an, einen Menschen davon zu überzeugen, dass es im Leben  etwas von Bedeutung gibt? Die Sinnfrage wird von den Jugendlichen zunächst mit materiellen Dingen verknüpft. Es entsteht  eine Gruppendynamik,  durch die die persönliche Suche nach dem eigenen Sinn auf der Strecke bleibt und die Kontrolle über ihr Experiment verlorengeht.

Janne Teller, geboren 1964 in Kopenhagen, arbeitete für internationale Organisationen wie die EU und die UN, bevor sie sich ausschließlich dem Schreiben widmete. Im Jahre 2000 erschien ihr Roman "Nichts". Er wurde gleichzeitig von Lehrplänen verbannt und mit Literaturpreisen ausgezeichnet. „Ja, es ist schon erstaunlich“ sagt Janne Teller in einem Interview mit der ZEIT, „dass ein Buch heutzutage in Westeuropa derart bekämpft werden kann. Nicht wegen brutaler oder sexistischer oder verhetzender Inhalte, sondern nur wegen der Fragen, die es aufwirft“. Mittlerweile ist in Dänemark die 14. Auflage erschienen, und "Nichts" ist eines der am häufigsten verwendeten Bücher in den dänischen Abiturprüfungen.  Seit 2010 liegt es in deutscher Übersetzung vor. Für Janne Teller ist ihr Roman „Nichts“ eine Art modernes Märchen. Es ging ihr nie darum, Realitäten abzubilden. Vielmehr wollte sie von der gefährlichen Sehnsucht der Kinder erzählen, aus einer Welt auszubrechen, die durchstrukturiert ist und Erwartungen in sie setzt, die sie nicht erfüllen können oder wollen. Sie haben Angst, dass Pierre Anthon Recht haben könnte, und was wäre ein größerer Verlust, als sich eingestehen zu müssen, dass nichts von Bedeutung ist. So bekämpft jeder lieber den persönlichen Pierre Anthon in seinem Kopf.

Für Nadine Werner, Schauspielerin im Marienbadensemble, ist „Nichts – was im Leben wichtig ist“ die erste Regiearbeit. Mit  freischaffenden Schauspielern und in Zusammenarbeit einer achten Klasse des Rotteck Gymnasium Freiburg hat sie sich auf die Bedeutungssuche begeben und sich damit den Wunsch erfüllt, „etwas mit Gleichaltrigen zu machen“.

„Mich mit dem Thema zu beschäftigen, (mit dem sich früher oder später jeder beschäftigen sollte), nämlich der Frage nach dem Sinn des Lebens, hat mich fasziniert, auch wenn das Buch durch viele Klischees das Thema überspitzt darstellt, doch ist all dies nicht unvorstellbar. Natürlich stellen sich Kinder in diesem Alter solche Fragen. Inwieweit Eltern jedoch bereit sind oder überhaupt in der Lage, mit ihren Kindern solche Fragen zu besprechen, bleibt offen. Oder muten Kinder ihren Eltern vielleicht zu viel zu?“   Nadine Werner