«

Regie:  Dieter Kümmel
Musik:  Guus Ponsioen
Bühne:  Roland Söderberg,  Martin Baldenhofer
Kostüme: Sabine Steinort
Dramaturgie:  Stephan Weiland

es spielen:
Daniela Mohr 
Renate Obermaier
Kirsten Trustaedt 
Hubert Fehrenbacher
Horst Gessner Dietmar Kohn 
Christoph Müller
Kai Orlob
Heinzl Spagl 

Ton: Ingo Burghardt
Gesang:
Dorothee Maly/  Stephanie Zink
Christian Wunsch/  Michael Reidick

Musikerensemble:
Piano: Nathalie Damm/ Steffen Jahnke/  Susanne Schedlinski
Oboe: Kerstin Lange/ Maike Buhrow/  Lenka Geiger
Percussion: Jürgen Maurer/  Frank Bockius/  Konstanze Stiebler
Gitarre: Ingmar Winkler/  Wolfgang Schubert
Cello:  Almuth Ensinger/  Isabel Eichenlaub

Rechte:
Suhrkamp Verlag 

Premiere:
8. Mai 1996

Dauer: 195 Minuten mit Pause 

 

Parzival59

Parzival

von Tankred Dorst und Ursula Ehler

für Jugendliche und Erwachsene

Der junge wilde Parzival lebt mit seiner Mutter im Wald. Sie will die Welt von ihm fernhalten, die sie haßt, weil sie ihren geliebten Mann verloren hat. Noch nie hat Parzival einen fremden Menschen gesehen. Aber als er von seiner Herkunft erfährt, will er ein Ritter werden wie sein Vater einer war.

Er verläßt seine Mutter, die vor Schmerz darüber stirbt. Er lernt zu sagen "Ich bin Parzival", und sich anderen verständlich zu machen. Aber er kennt den Unterschied zwischen Gut und Böse nicht, er muß alles neu lernen und alles, Schmerz und Glück, am eigenen Leib erfahren. Er trifft auf eine Gesellschaft der Intrigen, der Arroganz, aber auch der Zerstörung und der Verzweiflung. Auf seiner Suche nach dem Glück, der Erlösung, dem heilsbringenden Gral, wird er selbst zum Mörder und Zerstörer, verzweifelt er und findet Trost nur, wo er sich selbst erkennt.

Tankred Dorsts Szenarium führt die heldische Figur Parzival auf einen Weg aus dem finsteren Wald des Mittelalters bis in die Neuzeit und in unsere Gegenwart - entlang an den Verbrechen, die im Namen der zweifelhaften Versprechung endgültiger Erlösung erfolgt sind. Begleitet wird er von Merlin, der sagenhaften Gestalt des Magiers, der ihn zu verwirren versucht, ihm Fragen stellt und ihn neugierig verfolgt.  Was Parzival lernen muß ist: Daß es Schuld gibt und daß für ihn in der unschuldigen Naturwildnis kein Platz mehr ist.