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Moderation: Lothar Müller, Literaturkritiker der Süddeutschen Zeitung
Lesung der deutschen Übersetzung: Schauspieler | Theater im Marienbad
Dolmetscherin: Leila Chammaa
 

Lib

Wider die Trägheit!

Elias Khoury (Libanon) kann aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen !!

...deshalb...

Lesung und Gespräch mit Ingo Schulze (Deutschland) und  nun mit Hoda Barakat, im Libanon geborene und im Exil in Paris lebende Schriftstellerin

eine Veranstaltung des Literaturbüro Freiburg im Theater im Marienbad

Der Karlsruher Philosoph Byung-Chul Han analysiert in seinem vielbesprochenen Essay westliche Gesellschaften als »Müdigkeitsgesellschaften
«. Auf der Basis seiner streitbaren Thesen öffnet das Festival in Freiburg seine Tore mit Ingo Schulze, dessen Romane und Erzählungen den Zerfall der DDR und seine Folgen immer wieder kritisch in den Blick nehmen, und der im Libanon geborenen Schriftstellerin Hoda Barakat, als eine der spannendsten literarischen Stimmen moderner arabischer Literatur. Als dezidierte Kritiker gesellschaftlicher und politischer Trägheit und als zugleich herausragende Stimmen gegen jede Form intellektueller Ermattung sprechen und lesen Schulze und Barakat wider die Müdigkeit im Denken und Handeln des 21. Jahrhunderts.

 

Hoda Barakat wuchs in einer maronitischen Familie auf, studierte Französisch, verließ den Libanon 1989 mit ihren beiden Söhnen und lebt seither im Exil in Paris. Dort begann sie ihre Karriere als arabische Schriftstellerin. Ihre bekanntesten Werke verarbeiten den Libanesischen Bürgerkrieg, thematisieren an dieser Extremsituation aber auch allgemeinere Fragen, die conditio humana. Für ihren Roman “The stone of slaughter”(1990) erhielt sie den renommierten Al-Naqid prize; es war der erste arabische Roman, der einen homosexuellen Protagonisten einführt und damit dezidiert ein Tabu aufgreift.