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Ekstase und Trost

Glaube und Ritual im zeitgenössischen Theater

herausgegeben vom Theater im Marienbad bei Herder Buch

Nach dem Zusammenbruch gesellschaftlicher Utopien ist eine Renaissance der Religionen und des Religiösen zu spüren. Darauf reagiert auch das Theater als Seismograph und Barometer gesellschaftlicher Gefühlsströmungen es reflektiert und spitzt zu.
Dieses Buch zeigt, wie sich Religion und Theater auf vielfältige Weise berühren: „Die Kunst als Dunkelkammer des Passionswissens, das uns nicht souveräner, sondern eher unsicherer macht. Wir kommen aus dieser Dunkelkammer, aufgrund unseres Wissens um das menschliche Leid, verändert wieder heraus. Das Theater kann eine hohe Empathie erzeugen, noch mehr als die Bildende Kunst, vielleicht ähnlich wie Musik. Gleichzeitig konfrontiert die Theaterkunst mit menschlichen Schicksalen. Aus der Fähigkeit zum Mitleiden erwächst eine intensive Nachbarschaft zwischen der Theaterkunst und der Religion.“ ( Ulrich Khuon)
Mit Beiträgen von
Ulrich Khuon (langjähriger Intendant des Thalia Theater, Hamburg; seit der Spielzeit 2009/10 Intendant des Deutschen Theater, Berlin)
Bernhard Uhde ( Professor für Religionsgeschichte, Freiburg)
Ghotbedin Sadeghi ( Regisseur und Theaterwissenschaftler, Teheran)
Mathias Morgenstern (Theaterwissenschaftler und Professor für Judaistik, Tübingen)
Ingrid Hentschel ( Professorin für Theaterwissenschaften, Bielefeld)
Luk Perceval ( Regisseur)
Im Oktober 2009 ist  dieses Buch "Ekstase und Trost, Glaube und Ritual im zeitgenössischen Theater", bei Herder erschienen.Im Juni 2006 fand das Freiburger Theaterfestival "Glauben" unter Leitung von Dieter Kümmel und in Zusammenarbeit mit dem Theater Freiburg statt. Neben den Produktionen, die das Thema Glauben auf sehr unterschiedliche Art umrissen, gab es ein umfangreiches Beiprogramm, das sich mit der Verbindung von Glaube, Religion, Ritual und Theater befasste. Das Theaterfestival bot die Möglichkeit sich diesem latent brisanten Thema zu nähern und unterschiedliche Ansätze zusammenzuführen oder auch "nur" Anregung und Ort einer Auseinandersetzung zu bieten.
Dieses Buch war noch ein Wunsch von Dieter Kümmel, und ist nicht zuletzt dem Herder-Verlag und hier besonders Herrn Trabert zu verdanken, der interessiert und unterstützend auf unser Anliegen eingegangen ist. Die hier enthaltenen Beiträge scheinen uns ein nachhaltiger Bogen, eine markige Frucht eines solchen Festivals, dessen Fragestellung an Aktualität nicht verloren hat, sondern Anregungen bietet, sich immer mal wieder am Thema "Glauben und Ritual" auf die eigene Suche zu begeben.
Sie erhalten dieses Buch hier im Theater zum Preis von 12.-€

Um das schwarz ein bischen aufzuhellen

Theaterreisen nach Isfahan und Teheran
erschienen bei der Edition Freitag, Freiburg

Texte von Renate Obermaier, Kirsten Trustaedt, Daniela Mohr, Christine Post, Nadine Werner, Margrit Schneider

Im Oktober 2003 reisten wir, das Ensemble des Freiburger Kinder- und Jugendtheaters, Theater im Marienbad,  mit vielen Gastschauspielern und –musikern, Theaterwissenschaftlern, Journalisten und Freunden sowie einem Fernsehteam in den Iran, nach Teheran und Isfahan. „Parzival“ von Tankred Dorst sollte gespielt werden. Zu unserer großen Freude waren die Autoren Tankred Dorst und Ursula Ehler waren auch dabei.
Eine leidlich liberale Politik des damaligen iranischen Präsidenten Khatami, ein aufblühender Kulturaustausch zwischen beiden Ländern, eine großzügige Unterstützung des Goethe-Instituts und nicht zuletzt die kulturpolitischen Möglichkeiten der Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Isfahan hatten diese Reise ermöglicht.
Ein Tross von vierundvierzig Personen machte sich auf den Weg, um ein bis dahin fremdes Land und eine fremde Theaterkultur kennen zu lernen. Zwei Wochen dauerte die Reise. Sie war angefüllt mit überraschenden Eindrücken, Verunsicherungen, herzlichen Begegnungen, etlichen Unwägbarkeiten und viel Theater. Als wir nach unserer Rückkehr (u.a. vom Goethe-Institut) aufgefordert wurden, unsere Eindrücke aufzuschreiben, zeigte sich bald, wie persönlich, aber auch wie politisch diese Erinnerungen waren. Eine Lesung während einer Matinee zum Kulturaustausch mit dem Iran stellte einige der Texte erstmals der Öffentlichkeit vor.
Die hier veröffentlichten Texte sind nun die Summe unserer Erlebnisse, unserer Wahrnehmungen und der Reflexion über die Unterschiede von vorher Gewusstem und dann Erfahrenem. Die Auseinandersetzung mit der Zensur und die Problematik kultureller Unterschiede bei der Planung und Durchführung der Reise spielen ebenso eine Rolle wie kleine private Begegnungen am Rande. Wir danken Traute Hensch für Ihr Interesse und Beharren diese Erlebnisse in Buchform zu veröffentlichen und Ihre Genauigkeit und Sensibilität bei der Auswahl.

Sie erhalten dieses Buch im Theater zum Preis von 16.80€